Rauhnächte – Eine ruhige Zeit zwischen den Jahren, um sich zu besinnen, zu reflektieren und zu planen

Artikel: Oktober/2018

– Eine tolle Zeit mit lieben Menschen, Räuchern und Ritualen –

Bedeutung der Rauhnächte

Rauhnächte sind Nächte in der dunkelsten Zeit des Jahres. Sie beginnen 6 Nächte vor dem neuen Jahr und enden mit der sechsten Nacht danach. Die Tradition der Rauhnächte reicht bis zu den Germanen zurück. Die Rauhnächte zwischen den Jahren war eine Zeit, in der die Arbeit niedergelegt wurde und die Menschen zusammensaßen und sich Geschichten erzählten. Es galt als sehr ruhige aber auch etwas gefährliche Zeit. Um die dunkelste Zeit des Jahres rankten sich Mythen darüber, was Menschen in diesen Tagen widerfahren kann. Die Magie dieser Zeit wurde aber auch genutzt um Ereignisse für das neue Jahr vorauszusagen, Träume zu deuten und Kraft in Wünsche zu stecken. Es ist eine Zeit, in der viel geräuchert wurde, um alte Energien ziehen zu lassen und Neues, Gutes willkommen zu heißen. Viele Quellen besagen, dass das Wort Rauhnacht von Räuchern kommt und leiten dieses von dem mitteldeutschen Wort „rûch“ ab. Andere Quellen berichten jedoch auch das „rûch“ haarig bedeutet und eher mit Dämonen in Verbindung gebracht wird, die in dieser Zeit ihr Unwesen getrieben haben sollen.

Auch heutzutage noch ist die Zeit zwischen den Jahren eine Zeit, wo der Mensch durch die Dunkelheit und Kälte draußen mehr Ruhe braucht und meistens arbeitsfrei hat. Die perfekte Zeit, um sich auf sich zu besinnen, sich mit wichtigen Menschen gemütlich zusammenzusetzen und eine angenehme, wertvolle Zeit zu verbringen. Schauen Sie sich Ihr Jahr in der Zeit an, wie ist es für Sie gelaufen und was möchten Sie in der Zukunft verändern. Was ist Ihnen in Ihrem Leben wirklich wichtig? Die Zeit zwischen den Jahren ist ein Zeitpunkt, der für die Lebensausrichtung und Wünsche gut genutzt werden kann. Mal keine Hektik, kein Rennen von A nach B, keine Menschen, die irgendwelche Forderungen an einen stellen, die man erfüllen soll.

Die Entstehung der Rauhnächte

Die Rauhnächte sind dadurch entstanden, dass im Laufe der Menschheit die Zeit vom Mondkalender zum Sonnenkalender umgestellt wurde. Der Mondkalender hatte nur 354 Tage. Im Zuge der Zeitumstellung sind 11 Tage und 12 Nächte übriggeblieben.

Wann beginnen und enden die Rauhnächte genau?

Die Rauhnächte beginnen am 25. Dezember um 00:01 und enden am 05. Januar um 23:59 Uhr. Das ist die Berechnung der Rauhnächte, die durch das Christentum eingeführt wurde. Es gibt auch Menschen, die behaupten, dass die Rauhnächte mit dem 21. Dezember beginnen. Das ist der dunkelste Tag des Jahres und die Wintersonnenwende. Die Meinungen darüber sind unterschiedlich, wann die Rauhnächte beginnen. Wir schließen uns der Meinung der meisten Menschen an und sagen, dass die Rauhnächte am 25. Dezember beginnen und mit Anbruch des 6. Januars zu Ende sind. Mit dem 25. Dezember ist schon mal Heiligabend vorbei und die Weihnachtsvorbereitungen sind alle abgeschlossen. Danach kann es ruhiger werden.

Wie Sie die Rauhnächte am besten verbringen

Suchen Sie sich für die 11 Tage und anbrechenden Nächte einen schönen Rückzugsort in der Natur oder einen besonderen Ort zuhause, an dem Sie sich besonders wohlfühlen und nehmen Sie diesen Ort, um zur Ruhe zu kommen, um mit Alten abzuschließen und sich mit Ihren Wünschen für das kommende Jahr zu beschäftigen.

Treffen Sie sich mit lieben Freunden und Familie, um sich auszutauschen oder Gesellschaftsspiele zu spielen. Vielleicht sollten Sie es mal so machen, wie unsere Ahnen es getan haben, sich Geschichten erzählen. Gerade wenn es persönliche Geschichten sind, was alles in dem Jahr erlebt wurde und welche Erfahrungen gewonnen wurden, ist es etwas sehr Schönes.

Beduften Sie Ihre Räume mit tollen Räucherstoffen oder Duftölen. Ob Sie es zum Entspannen, Beleben, allein des Duftes wegen oder zur Entfernung schlechter Einflüsse tun, alles sind gute Gründe. Zur Winterzeit gehören gute Düfte dazu.

Führen Sie Rituale durch, ob alleine oder gemeinsam mit Ihrer Familie, das entscheiden Sie. Wir haben zwei Vorschläge an Ritualen, die wir besonders gut finden. Wobei letzteres ein Ritual nur für Sie persönlich ist.

Rituale für die Rauhnächte

1. Ritual: Planung eines starken Jahres

Das erste Ritual liegt uns besonders am Herzen, da wir der Meinung sind, dass sich Menschen alle Wünsche im Rahmen des Möglichen erfüllen sollten. Selbst wenn ein Wunsch etwas schwierig ist und Sie vielleicht in dessen Zusammenhang ein wenig Bedenken haben, sollten Sie versuchen, ihn mit Hilfe der Rauhnächte anzugehen.

Es wird auch gesagt, dass jede Rauhnacht für einen Monat im neuen Jahr steht. Setzen Sie sich bei Kerzenschein hin und überlegen Sie, was Sie im neuen Jahr erleben möchten oder ob es Dinge gibt, für die Sie zwar Zeit bräuchten, diese aber dennoch in einem bestimmten Monat angehen würden. Dann schreiben Sie in jeder Rauhnacht bei Kerzenschein einen Wunsch auf und machen sich damit eine Pinnwand oder ein Plakat. Wenn Sie Ihren Wunsch am 27. Januar festhalten, planen Sie zum Beispiel, was Sie im Monat März tun werden. Die Wünsche sind mit dem Ende der Rauhnächte festgehalten, aber nicht total statisch. Sie können diese jederzeit auch etwas untereinander verschieben, jedoch sollten Sie sich am Ende des Jahres, alle Wünsche erfüllt haben.

Die Wunscherfüllung für ein glückliches neues Jahr sollte ein Ziel der Rauhnächte sein.

2. Ritual: Schlechtes ausgleichen

Dieses Ritual ist besonders schön, da es einen Endpunkt hinter schlechte Erfahrungen setzen sollte. Sie benötigen für dieses Ritual mindestens an drei Abenden Zeit, deshalb planen Sie diese im Vorfeld der zwölf Rauhnächte für das Ritual fest ein und blocken sie im Kalender.

Setzen Sie sich ganz ruhig hin und nehmen eine Verbindung zum Himmel auf. Danach stellen Sie sich vor, wie ein göttlicher Funke zu Ihnen herabsteigt – und wenn er in Sie hinein und durch Sie hindurch gegangen ist, entzünden Sie eine Kerze. Fühlen Sie dabei, dass es auch in Ihrem Inneren Licht gibt, Ihr Lebenslicht, der göttliche Funke in Ihnen. Wenn Sie sich so weit fühlen, nehmen Sie die zweite Kerze. Diese steht stellvertretend für eine Person, die Sie lieben und schätzen. Vielleicht Ihr Kind, Ihr Partner oder eine gute Freundin. Schauen Sie auf beide Lichter und spüren Sie, dass Sie beide Lichter in Ihrem Herzen tragen.

Machen Sie dieses Ritual auch in der folgenden Rauhnacht genauso.

In der dritten Rauhnacht nehmen Sie die zweite Kerze stellvertretend für etwas Belastendes in Ihrem Leben. Zum Beispiel für jemanden der Sie verärgert hat, den Sie aus irgendeinem Grund nicht leiden können oder für eine schlimme und noch nachwirkende Situation, die Sie meistern mussten.

Beginnen Sie mit dem Ritual wie am Tag eins und zwei. Dann nehmen Sie die zweite Kerze, stellen diese auf und atmen Sie in einer ruhigen Art weiter. Beobachten Sie die Kerzenlichter und versuchen Sie Ihr Herz für beide Flammen zu öffnen. Bleiben Sie dem göttlichen Licht verbunden das in Ihnen, ebenso wie in beiden Kerzen lebt. Wenn Sie spüren, dass Sie sich frei und ausgeglichen fühlen, können Sie das Ritual beenden und die Kerzen auspusten. Durch ein offenes und liebevolles Herz haben Sie nun hoffentlich mit Ihrer Altlast abgeschlossen.

Was in den Rauhnächten räuchern?

Für die Rauhnächte werden besonders Salbei, Beifuß und Wacholder zum Reinigen empfohlen. Weihrauch und Zeder dienen des Öffnens Ihrer Seele und mit Koriander, Kiefer und Rose können Sie gut entspannen.

Hier sehen Sie einige passende Räucherprodukte:

indianisches Räucherwerk als weißer Salbei Smudge Stick
Weißer Salbei als Smudge Stick
Beifuß zum Räuchern
Beifußkraut
Boswellia Serrata - indisches Weihrauchhaarz
Weihrauchharz
Kiefernharz
Kiefernharz
Zeder Räucherkerzen
Zeder Räucherkerzen
Wacholder Räucherstäbchen
Wacholder Räucherstäbchen

Genießen Sie die ruhige Zeit zwischen den Jahren!

Das Ritual “Schlechtes ausgleichen” haben wir in der Vorgehensweise dem Buch “Die Rauhnächte als Quelle der Ruhe und Kraft” von Vera Griebert- Schröder und Franziska Muri entnommen.

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